
Eine "Jugendcommunity" soll es in Zell sein
Rund 80 Kinder und Jugendliche aus Zell a. H. waren beim Jugendforum im Kulturzentrum mit Eifer bei der Sache und formulierten ihre Vorstellung von Jugendbeteiligung in der Stadt.
Im Rahmen eines Jugendforums sollten sich Kinder und Jugendliche aus Zell Gedanken darüber machen, wie sie sich künftig eine Beteiligung in Jugendfragen vorstellen können. Jugendliche im Alter von zwölf Jahren bis hin zu jungen Erwachsenen sollten ihre Wünsche formulieren, aber auch sagen können, was ihnen in der Stadt fehlt oder was sie nicht wollen. Die Idee zu dieser Veranstaltung war im Gemeinderat entstanden. Dort war vor einiger Zeit der Wunsch nach einer Neuauflage des Jugendgemeinderats thematisiert worden. Der pausiert seit einigen Jahren, da sich unter anderem keine Kandidaten dafür gefunden hatten.
Die Beteiligung am Jugendforum war groß, wie Zells Bürgermeister Günter Pfundstein erfreut feststellte. Rund 80 Jugendliche waren ins Kulturzentrum gekommen. Unter Leitung von Moderator Udo Wenzl und im Beisein von Bürgermeister, Hauptamtsleiter und einigen Gemeinderäten wurden Ideen gesammelt, aufgeschrieben und über Themenkomplexe referiert.
Flexible Beteiligung
Am Ende ergab das Stimmungsbild, dass sich die Teilnehmer eine „Jugendcommunity“ wünschen, die zwar einen harten Kern, aber auch Zu- und Abgänge haben kann. Ein bis zwei Mal im Jahr soll es vor Gemeinderatssitzungen auch eine Art „Jugendhearing“ geben, bei dem Jugendliche aktuelle Anliegen vortragen können. Beides soll den klassischen Jugendgemeinderat mit seinem festen Gerüst ersetzen.
Im Nachhinein lobte Zells Bürgermeister das Engagement der jungen Teilnehmer. „Ich war erstaunt, wie selbstständig die Jugendlichen sind und wie sie fast professionell an die Thematik herangingen. Viele waren solche Runden offenbar schon von der Schule gewohnt. Die Jugendarbeit in Zell scheint jedenfalls auf einem guten Weg zu sein. Es wäre schön, wenn alle den Elan jetzt mitnehmen würden.“
Denn auch das sagt Pfundstein als grundsätzliches Fazit: „Jugendarbeit ist nötig und hat Zukunft. Es gehören aber immer zwei Seiten dazu“. Sprich: Die Jugend der Stadt muss es auch wollen und mitarbeiten.
Noch vor Pfingsten will sich die Runde vom Jugendforum nochmals treffen. Dann geht es gemeinsam auf Besichtigungstour ins ehemalige evangelische Pfarrhaus in der Kirchstraße. Dort soll – wie mehrfach berichtet – ein neuer Jugendtreffpunkt entstehen.